GEÜ Digital

Angelehnt an den Medienkompetenzrahmen NRW sind auch wir – das Gymnasium Essen-Überruhr – dazu angehalten, uns in allen geforderten Bereichen kompetent aufzustellen. Bei der Umsetzung dieses obligatorischen Medienkonzeptes in NRW (siehe Grafik unten) sind wir vor viele Herausforderungen gestellt, die sich durch die Corona-Pandemie sogar noch dringlicher erwiesen. Nach intensiver Arbeit können wir darüber berichten, wie unsere Umsetzung und die Förderung der Medienkompetenzen der Schüler- und Lehrerschaft gestaltet wird. Details entnehmen Sie bitte unserem Medienkonzept.

 

 

 

1. Medienausstattung

(Bedienen und Anwenden)

Unsere Schule ist umfangreich mit diversen digitalen Endgeräten ausgestattet, deren Anzahl stetig erweitert wird. So bieten zwei Computerräume Platz für etwa 25-30 Schülerinnen und Schüler, sodass dort individuelles Arbeiten und medienbasierter Unterricht stattfinden können. 

Im Neubau befinden sich in den naturwissenschaftlichen Räumen interaktiven Tafeln sowie fest installierte Beamer, die einen reibungslosen digitalen Unterricht ermöglichen. Weitere festinstallierte Beamer sowie mobile Beamerwagen, die bequem am eigenen Endgerät angeschlossen werden können, stehen ebenfalls zur Verfügung.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 gibt es zudem das sogenannte „Medialab“ am GEÜ. In diesem separaten Raum, in dem nicht nur die Beamer, sondern auch Dokumentenkameras ausgeliehen werden können, findet man auch das nötige Equipment, um Stopmotion-Videos, Erklärvideos u.ä. zu erstellen.

Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins konnten wir für unsere Schule auch einen 3D-Drucker anschaffen. Der „Ultimaker 3“ in der erweiterten Ausführung ist dabei ein besonders hochwertiges Modell des gleichnamigen Herstellers. Unsere Schulgemeinde kann nun im Rahmen des digitalen Lernens und der Medienbildung ihre kreativen Ideen in die Realität umsetzen. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist dabei vielfältig, sodass alle Fächer davon profitieren können. 

Pilotprojekt iPad-Klasse: Im Schuljahr 2019/2020 wurde eine 5. Klasse durch das AKSMZ Essen mit iPads ausgestattet. Die iPad-Koffer können von allen Lehrkräften über ein Verleih-System für einzelne Stunden gebucht werden, wodurch ein jahrgangsübergreifender Einsatz ermöglicht wird. 

Zudem gibt es seit diesem Schuljahr ein Verleihsystem für digitale Endgeräte, damit alle Schülerinnen und Schüler auch zu Hause die Möglichkeit haben, die HPI-Schulcloud (s.u.) zu nutzen und so auch adäquat am Homeschooling teilzunehmen.

Im Schuljahr 2017/2018 wurde die Nutzung digitaler Schulbücher am GEÜ eingeführt.

Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ist auch ein WLAN-Zugang eingerichtet worden.

BYOD (folgt)

 

2. und 3. Informationsbeschaffung und Kooperation 

(Recherchieren und Kommunizieren)

Im Rahmen des täglichen Unterrichts werden Schülerinnen und Schüler aufgefordert, eigenständig Informationen zu beschaffen und diese mit anderen Mitschülerinnen und Mitschülern zu teilen. Es handelt sich dabei um eine einfache Informationssuche, das Arbeiten auf einer digitalen Plattform oder auch verschiedene Quiz-Apps (padlet, kahoot, mentimeter, quizlet, lerningapps.org, keynote u.a.).

Oftmals werden digitale Aufgaben in den Daltonplänen verankert, um auch die selbstständige digitale Arbeit zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler dürfen in diesen Stunden den Computerraum aufsuchen und sich über ihren persönlichen Account Zugang zum Internet verschaffen. Eine Lehrkraft ist auch hierbei stets als Lernbegleitung unterstützend dabei.

 

4. Produzieren und Präsentieren

Schülerinnen und Schüler des GEÜ gestalten den Unterricht aktiv mit, indem sie z.B. in Form von PowerPoint-Präsentationen Unterrichtsinhalte anschaulich darstellen. Diese werden für alle Beteiligten zugängig gemacht und gemeinsam thematisiert. Zudem sind viele Lehrkräfte so ausgebildet, dass sie ihren Unterricht in Gänze digital abhalten und Schülerprodukte digital einfordern. In dem Zusammenhang werden diverse Themen rund um Apps, Betriebssysteme und Programme besprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler diese Aufgaben bewältigen können. 

Das GEÜ hat sich vor einiger Zeit dazu entschlossen, die Medienkompetenzen des Kollegiums und der Schülerschaft auszubilden. Es werden daher hausintern diverse Fortbildungen (Podcast, Stopmotion-Videos, Green screen u.a.) angeboten und genutzt (Siehe auch: 5. und 6. Präventionsarbeit). Neuerdings gestalten auch die Medienscouts Erklärvideos, um die Schülerschaft auch in der Corona-Pandemie und darüber hinaus mit nötigen Informationen rund um die neu etablierte HPI Schulcloud zu versorgen (Siehe auch: Medienscouts). Zu dieser Cloud haben alle Lehrkräfte und alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu einer datenschutzrechtlich sicheren Plattform. In dieser können nicht nur Arbeitsergebnisse produziert und präsentiert, sondern auch direkt bearbeitet und kommentiert werden. Sie gilt daher als eine überaus interaktive Möglichkeit des digitalen Lehrens und Lernens.

 

5. und 6. Präventionsarbeit für den Umgang mit digitalen Medien 

(Analysieren, Reflektieren, Problemlösen)

Die digitale Arbeit bringt viele Vorteile und spannenden Möglichkeiten mit sich. Leider birgt sie jedoch auch Gefahren, die eine eigene „Säule“ der Digitalisierung und daher besondere Aufmerksamkeit erhält: Die der Prävention(Siehe auch: Medienscouts, die sich vorwiegend mit diesem Bereich beschäftigen!)

Warum ist es dem GEÜ besonders wichtig, nicht nur digital gut aufgestellt zu sein, sondern auch eine überaus kritische und reflektierte Präventionsarbeit zu leisten?

Cybermobbing ist aktuell eine häufige Gewaltform an Schulen. Dabei sind Schülerinnen und Schüler sowohl Opfer als auch Täter. Auch werden vermehrt Lehrerinnen und Lehrer in sozialen Netzwerken und über WhatsApp gemobbt. Oftmals ist den Tätern dabei nicht klar, ab wann bzw. dass sie sich mit ihrem Verhalten strafbar machen.

Am Gymnasium Essen-Überruhr werden Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler seit diesem Schuljahr vermehrt für diese Problematik sensibilisiert und regelmäßig und umfassend darüber informiert. So fand im August vergangenen Jahres ein Digi-Camp zusammen mit der BG 3000 und der Barmer statt, wo die Kolleginnen und Kollegen in verschiedenen Workshops im Hinblick auf digitale Sicherheit, Social Hacking und Cybermobbing, aber auch bezüglich digitalem Lehren und Lernen sowie der Prävention vor digitalem Stress geschult wurden. Viertieft und erweitert wurden diese Inhalte im Februar diesen Jahres am pädagogischen Tag zum Thema „Digitale Medien im Unterricht am GEÜ“. Auch hier gab es diverse Workshops, die sich mit Medienbildung (Cybermobbing, Digitaler Missbrauch, Fake News, Digitale Selbstverteidigung) befassten. Marc Velten (Medienmonster e.V.) sowie Medienscouts der Gesamtschule Borbeck begleiteten die Veranstaltung, bei der auch Kolleginnen und Kollegen unserer Schule Workshops anboten und so ihr Wissen an das Kollegium weitergaben.

Eine weitere Sensibilisierung der Lehrerschaft fand bei einem sechsstündigen Rechtsvortrag von Herrn Dr. G. Hoegg im November letzten Jahres statt, u.a. zu den Themen „Cybermobbing“ und „Datenschutz und Urheberrecht“. Hier wurden ausgiebig Rechtsfragen diskutiert und anhand von Fallbeispielen Handlungsempfehlungen bzw. -weisungen gegeben.

Da die Täter des Cybermobbings an Schulen jedoch die Schülerinnen und Schüler sind, ist eine explizite Arbeit mit ihnen dringend erforderlich. Im Rahmen des Digi-Smart Camps (Veranstalter: BG3000/Funke Mediengruppe), welches über drei Tage ging, wurden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 über diese Thematik unterrichtet.

Elternberatung: Um alle Beteiligten umfangreich aufzuklären und zu involvieren, besteht jederzeit die Möglichkeit, die Koordinatorinnen der Medienscouts zu kontaktieren (Siehe: Medienscouts.)

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