Mittwoch, 19. April:

Am 19. April, mitten in den Osterferien, haben wir uns um 8:45 Uhr am Flughafen Düsseldorf getroffen und sind 2 Stunden und 10 Minuten später nach Moskau losgeflogen. Der Flug dauerte etwa 3 Stunden. Nach der Landung war die Vorfreude auf das erneute Treffen mit den russischen Austauschpartnern und Lehrern nach fast sechs Monaten schon sehr groß. Nach dem Wiedersehen am Flughafen haben wir uns mit unseren Partnern und deren Familie auf den Weg zu ihrem Haus gemacht. Später hat sich ungefähr die halbe Austauschgruppe an dem aufwendig umgestalteten, sehr schönen Einkaufszentrum „Detskij Mir“ (dt. „Kinderwelt“) getroffen und ist auf eine Aussichtsplattform gegangen, von der man verschiedene Sehenswürdigkeiten in Moskau betrachten kann. Anschließend sind wir zum Roten Platz gegangen.

 

Donnerstag, 20. April:

Am nächsten Morgen wurde unsere Austauschgruppe von der netten Schulleiterin der Schule 1284 Tatjana Olegovna Fedorova begrüßt. Anschließend stand ein Ausflug zum 540 Meter hohen Ostankinskaja Fernsehturm an (die Besucherplattform befindet sich auf 337 Metern Höhe, was immer noch ziemlich hoch ist!). Pünktlich zur letzten Stunde waren alle deutschen Schüler wieder an der Schule eingetroffen und besuchten noch den Unterricht der russischen Partner.

 

Freitag, 21. April:

Einen Tag später standen zwei Unterrichtsstunden an:

Deutsch mit den Partnern und Russisch in der Grundschule (wie überall in Russland befinden sich die Grundschule sowie die Mittel- und die Oberstufe im selben Gebäude). Zwischen den beiden Stunden wurde uns das Hauptgebäude der Schule 1284 gezeigt. Anschließend wurden wir von einer Reiseführerin an der Kremlmauer entlang, zum Roten Platz und auf eine Brücke über dem Fluss Moskau geführt. Danach sind wir direkt im Kreml gewesen und haben uns dort die Kirchen der russischen Zaren angeschaut.

 

Samstag, 22. April:

Wir haben uns morgens am zweiten Schulgebäude getroffen, an dem wir mit einem Reisebus abgeholt wurden. An diesem Samstag haben viele russische Schüler ihrer Schule einen traditionellen Frühjahrsputz verpasst (das nennt man in Russland „Subbotnik“). Wir haben uns aber dem Putzkommando nicht angeschlossen, stattdessen sind wir 5 Stunden lang durch Moskau gefahren. Die Reiseführerin vom gestrigen Tag war wieder da und hat uns über Sehenswürdigkeiten, berühmte Straßen und Gebäude von Moskau informiert. Wir haben ein paar Stopps gemacht, zum Beispiel am berühmten Neujungfrauenkloster (wo z.B. viele berühmte Persönlichkeiten begraben liegen), am Roten Platz („rot“ und „schön“ waren früher im Russischen Synonyme) und an einer Aussichtsplattform vor der berühmten Moskauer Universität. Danach hatten wir 3 Stunden Freizeit, bis wir uns an einem Theater an der Twerskaja Straße getroffen haben, in dem wir uns ein unterhaltsames Ballettstück (Stichwort: tanzende Matrosen) angesehen haben.

 

Sonntag, 23. April:

Am 23. April hatten wir einen Tag in der Familie, an dem jeder etwas mit seinem Partner unternommen hat.

 

Montag, 24. April:

Die erste Hälfte des Tages verbrachten wir zweiten Gebäude der Schule 1284 verbracht. In der ersten Stunde stand ein Unterrichtsbesuch beim Partner an, in der zweiten Stunde Mathematik in der  7. Klasse. Die restlichen 3 Stunden probten wir fleißig für unseren Theaterauftritt am Donnerstag. Nachmittags hatten wir dann Freizeit mit unseren Partnern.

 

Dienstag, 25. April:

Am nächsten Morgen stand eine Schulführung im 100 Jahre alten zweiten Schulgebäude an. Dieses Gebäude war unsere ursprüngliche Partnerschule Nr. 1283, mit welcher das GEÜ seit 1989 unsere Schüleraustausche organisiert. Vor einigen Jahren wurde die Schule Nr. 1283 mit der Schule Nr. 1284 aus Budgetgründen zusammengelegt. Nach der Schulführung haben wir eine Unterrichtsstunde zur deutsch-russischen Geschichte besucht und haben in 3. Stunde mit den Erstklässlern zusammen im Kunstunterricht Lotusblumen aus Papier gefaltet. Nach dem Unterricht sind wir gemeinsam mit der Reiseführerin mit der Metro zum Schloss Zarizyno gefahren. Dieses Schloss war lange Zeit eine Ruine, bis es im Jahre 2007 innerhalb kürzester Zeit wiedererrichtet bzw. zu Ende gebaut wurde. Wir haben uns zuerst das Gelände des Schlosses und später dann auch das Schloss von innen angeschaut, viele Informationen erhalten und die Gelegenheit bekommen uns in historischen Kostümen in einem Prachtsaal zu fotografieren. Nach diesem Ausflug hatten wir wieder Freizeit mit unseren Partnern.

 

Mittwoch, 26. April:

Auch einen Tag vor der großen Aufführung in der Aula vor circa 300 Schülern haben wir in 1. und 3. Stunde wieder unser Theaterstück  geprobt. Zwischen den Proben besuchten wir noch eine Deutschstunde. Nach 3. Stunde haben wir uns die schönsten Metro-Stationen Moskaus angeschaut. Man sagt, dass die Metro aufgrund der einzigartigen Mosaiken, Stuckarbeiten und Leuchten das größte Moskauer Museum sei. Die Metro hat zurzeit 210 Stationen und befördert täglich circa 8 Millionen Menschen. Die Bahnen kommen alle 45 Sekunden bis 2 Minuten (je nach Passagieraufkommen) und fahren zwischen den Stationen mit 70-110 km/h. Die Züge dürfen deshalb  nicht lange auf dem Gleis stehen bleiben, der nächste Zug ist ja bereits in Anfahrt. Wenn die Türen zugehen, dann knallen sie ordentlich – da sollte man als Passagier lieber stehen bleiben und auf den nächsten Zug warten.

 

Donnerstag, 27. April:

Wir waren schon voller „Vorfreude“ auf das Deutsch-Russische Kulturprogramm in der Aula vor 300 Schüler in der 6. Stunde. Vorher hatten wir noch ein paar Mal geprobt und auch zwei Stunden Kunst, in denen wir selber Souvenirs aus Holzstücken und Servietten hergestellt haben. Wir waren sehr froh, als wir sahen, dass den russischen Schülern, die in der Aula anwesend waren, unser russisches Theaterstück „Goldene Worte“ (nach M. Soschenko) gefallen hat. Ich spielte die Rolle eines cholerischen Chefs, den die Kinder des Gastgebers ständig am Tisch stören und am Ende sogar unbeabsichtigt ein Stück Butter in den Tee legen. Nach der Schule hatten wir wie jeden Tag wieder Freizeit mit unseren Partnern.

 

Freitag, 28. April:

Am nächsten Tag waren wir morgens mit der gesamten Gruppe zusammen in „Mu-mu“ frühstücken. Wegen einer verlorenen Wette gab Herr Grenz-Wolf eine Runde leckerer russischer Rotebeete-Suppe Borschtsch (russ. „борщ“) aus. Anschließend sind wir zu einem großem Souvenirmarkt gefahren, wo einige von uns gleich mehrere Matrjoschkas gekauft haben. Pünktlich zur letzten Stunde waren wir wieder in der Schule zurück, um gemeinsam die letzten Minuten in der Schule 1284 ausklingen zu lassen. Die russischen Partner und Lehrer hatten etwas zu essen und trinken organisiert. Die Schulleiterin Tatjana Olegovna hat sich von uns verabschiedet und hofft, dass der nächste Austausch nicht lange auf sich warten lassen wird. Nach der gemeinsamen Stunde haben wir uns auf den Weg gemacht, um zu bowlen.

 

Samstag, 29. April:

Am nächsten Tag war wieder ein Tag in der Familie.

 

Sonntag, 30. April:

Am 30. April war der Tag gekommen, an dem man sich verabschieden musste. Wir haben uns alle morgens um 9 Uhr am Flughafen Scheremetjewo in Moskau getroffen. Das Abschiednehmen fiel vielen von uns nicht leicht. Unser Flug mit der russischen Fluglinie Aeroflot ging um 11:30 Uhr. Circa 3 Stunden und 15 Minuten später sind wir dann endlich wieder in Düsseldorf gelandet, wo uns unsere Familien schon sehnsüchtig erwarteten.

 

Eindrücke von Moskau:

Moskau ist mit circa 12,5 Mio. Einwohnern eine sehr große und sehr schöne Stadt, man kann dort sehr viel erleben und jeden Tag etwas Neues entdecken. Die aller Welt bekannten Hauptsehenswürdigkeiten wie die Basilius Kathedrale, das GUM und der Kreml liegen direkt am Roten Platz – aufgrund der Nähe unserer Austauschschule zum Roten Platz (2 Haltestellen mit der Metro) haben wir fast jeden Tag diese Sehenswürdigkeiten gesehen. Allerdings gibt es auch außerhalb des Stadtzentrums schöne Sehenswürdigkeiten wie der Ostankinskaja Fernsehturm, das Zarizyno-Schloss und die Tretjakovgalerie, wo viele weltberühmte Gemälde aus 19. Jahrhundert hängen. Außerdem gibt es in Moskau sehr viele Hochhäuser und Hinterhöfe, in denen sehr viel los ist. Die Moskauer U-Bahn („Metro“ genannt) ist sehr groß und ist mit 110 km/h deutlich schneller als die deutsche U-Bahn. Weil es auf Moskaus Straßen immer sehr voll ist, sind sehr viele Moskauer auf die Metro angewiesen.

 

Mein Fazit:

Die Moskauer Freunde meines Partners waren sehr nett. Sie haben mich gut in ihren Freundeskreis eingebunden. Außerdem wussten sie, dass mein Russisch nicht besonders gut ist, weshalb wir viel Englisch gesprochen haben. Die Familie meines Partners war ebenfalls total nett und sehr gastfreundlich. In der Schule gefiel mir auch sehr gut, dass die russischen Schülerinnen und Schüler neugierig auf unsere Austauschgruppe waren.

Alles in allem war es ein erlebnisreicher Austausch, in dem wir Moskau gut kennengelernt und sehr viele Eindrücke mit nach Hause genommen haben.

 

Hendrik Schakau, Klasse 9c

 
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