Parallel zur Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen hat das GEÜ erstmals an der sogenannten Juniorwahl teilgenommen - denn auch wenn die allermeisten Schülerinnen und Schüler am 14. Mai nicht ihr Kreuz machen durften, so ist auch das Interesse der U18-Generation an Politik groß. Um Demokratie und die Teilnahme an Wahlen auch für jüngere Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen, nahmen alle Politik-Klassen der Klassen 7-9 sowie die Sozialwissenschaftskurse der Jahrgangsstufe 10 in der Woche vor der NRW-Landtagswahl unter der federführenden Leitung unserer Politiklehrerin Teresa Tuncel an der Juniorwahl teil, bei der möglichst realitätsnah der Wahlakt simuliert werden sollte. Unsere Schülerinnen und Schüler bildeten einen Wahlausschuss, benannten Wahlhelfer zur Auszählung, erstellten ein Wählerverzeichnis und verteilten offizielle Wahlbenachrichtigungen. Gewählt wurde dann klassisch mit Wahlzettel und Wahlurne – genau wie bei der echten Landtags- oder Bundestagswahl. Wahlberechtigt bei uns am GEÜ waren 403 Schülerinnen und Schüler, 345 haben ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung am GEÜ lag somit bei 85,6 %.

    

Seit dem Jahr 1999 wird die Juniorwahl bundesweit zu Landtagswahlen, Bundestagswahlen und Europawahlen durchgeführt. Knapp 1 Millionen Jugendliche haben sich seither beteiligt. Die erste bundesweite Durchführung in allen 16 Bundesländern fand parallel zur Bundestagswahl 2002 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Johannes Rau in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung statt. Damals gaben 80.000 Jugendliche Ihre Stimme mit einer Wahlbeteiligung von 86 Prozent ab.  2017 nahmen landesweit 261 Schulen teil, daruntern auch sechs weiterführende Schulen in Essen.

Jan Schlich und Fabio Michel (Klasse 7A) haben sich neben einigen anderen als Wahlhelfer bei der Juniorwahl am GEÜ engagiert und sind von dem Konzept überzeugt. „Es war eine gute Erfahrung, auch einmal selbst zu sehen, was die ‚Großen‘ da machen, wenn sie sagen, sie gehen wählen“, so Fabio Michel nach der Wahl. Auch „Erstwähler“ Arno Brick aus der Klasse 7E schätzt die Juniorwahl positiv ein: „Es ist auch mal schön, dass nicht nur die über 18-Jährigen nach ihrer Meinung gefragt werden, sondern auch wir Kinder bei der Juniorwahl mitwählen durften.“ Und auch wenn die Stimmen unserer Jung-Wähler (noch) keinen Einfluss auf den offiziellen Wahlausgang hatten, kann das frühzeitige Heranführen von jungen Menschen an politische Teilhabe nur als Erfolg und Zukunftsinvestition in unsere Demokratie gesehen werden.

Die Gesamtergebnisse der landesweiten Juniorwahl sowie unsere schulinternen Ergebnisse finden Sie hier in der Übersicht:

 

 

 

 

 

 

 
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