Schulprogramm
Das Schulprogramm des Gymnasiums Essen-Überruhr ist die Summe aller geltenden Regeln und Absprachen über die pädagogische Zielsetzung und das Konzept der Schule. Es bindet Schüler-, Lehrer- und Elternschaft in die gemeinsame Verantwortung für seine Verwirklichung. Die Schulkonferenz des GEÜ beschloss in ihrer Sitzung vom 25.06.2002 das Schulprogramm unter folgendes Motto zu stellen:
Das Gymnasium Essen-Überruhr versteht sich als Teil der "Einen Welt" im Rahmen des UNESCO-Schulnetzwerkes. Die Schulgemeinschaft verpflichtet sich deshalb zu tolerantem, solidarischem und nachhaltigem Handeln und Denken.
Aus dieser Festlegung ergeben sich folgende Kernziele der gemeinsamen Arbeit am GEÜ (Beschluss der Schulkonferenz vom 26. März 2003):
Interkulturelle Erziehung
Das GEÜ fördert das Lernen von Fremdsprachen, als Basis des Lebens in einer Welt, durch ein breites Wahlangebot bis in die Oberstufe und durch regelmäßige fremdsprachliche Exkursionen. Im fremdsprachlichen Unterricht wird neben dem Spracherwerb großer Wert auf die Vermittlung der kulturellen Identität und der sozialen und politischen Strukturen der Länder im jeweiligen Sprachraum gelegt. Der gezielte Einsatz moderner Kommunikationstechniken soll unsere Schülerinnen und Schüler auch befähigen, in Austausch mit Menschen in anderen Kulturkreisen zu treten.
Erziehung zur globalen Verantwortung
Nachhaltiges Handeln in der Schulgemeinschaft hat am GEÜ einen hohen Stellenwert. Konzepte und Regeln, die nachhaltiges Handeln aller fordern und fördern, werden ausdrücklich von der Schülervertretung und der Schulpflegschaft mit entwickelt und getragen. Die Bedeutung nachhaltigen Denkens und Handelns bildet ein wichtiges Thema in den Hauslehrplänen vieler Fächer.
Erziehung zur Solidarität und zum Frieden
Am GEÜ ist die gelebte und gelernte Solidarität in "Einer Welt" fachübergreifendes Thema im Unterricht aller Jahrgangsstufen sowie Gegenstand regelmäßig stattfindender außerunterrichtlicher Veranstaltungen, wie dem ökumenischen Gottesdienst oder dem biennalen UNESCO-Projekttag. Internationaler Schüleraustausch fördert den Umgang mit Jugendlichen aus anderen Ländern und damit das Verständnis für andere kulturelle und soziale Konzeptionen. Das Projekt "Reconciliaçao do Menor", das Straßenkinder in Brasilien unterstützt, ist im Unterricht verschiedener Jahrgangsstufen und Fächer verankert und hat seinen festen Platz im Schulleben.
Um die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, innerhalb der Schulgemeinschaft solidarisch und gewaltfrei zu leben und zu lernen und sich in ihr wohl zu fühlen, bietet das GEÜ ein Gesamtkonzept von Maßnahmen oberhalb des Regelunterrichts zur Stärkung der Selbstverantwortlichkeit, z. B. das Projekt "Wir sind Klasse" in der Unterstufe oder die individuelle Schülerberatung durch ein Team fortgebildeter Lehrerinnen und Lehrer.
Erziehung zur aktiven Mitarbeit in Gesellschaft und Beruf
Viele der die ersten drei Kernziele umsetzenden Konzepte fördern nicht nur das Leben in der Schulgemeinschaft oder das Bewusstsein für die Verantwortung des Einzelnen, sondern auch die Kompetenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler benötigen, um später in einer Berufsausbildung, einem Beruf oder anderen Funktionen innerhalb der Gesellschaft erfolgreich zu sein. Die Förderung dieser Kompetenzen soll alle Fachbereiche gleichrangig umfassen. Es bestehen am GEÜ spezielle Konzepte zur Förderung der Schülerinnen und Schüler im künstlerischen Aufgabenfeld, in den Fächern Mathematik, Deutsch und Geschichte sowie in den modernen Fremdsprachen. Die Attraktivität der Fächer im naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld soll gestärkt, ihr Angebot in den Wahlpflichtbereichen in der Mittel- und Oberstufe gesichert und ausgeweitet werden.
Fächerübergreifend bestehen zum Teil langjährig erprobte Programme in allen drei Stufen, z. B. zur Berufswahlvorbreitung und zur Begabtenförderung in der Unter- und Mittelstufe. Der Umgang mit modernen Medien und Kommunikationstechniken, z.B. die Arbeit mit und am Computer, soll durch unser 2007 eingeführtes Medienkonzept und durch den regelmäßigen Einsatz der neuen Medien im Unterricht gesichert werden.
Schüler lernen nicht nur für ihr Leben außerhalb der Schule, sie lernen diese Lebenswirklichkeit im Rahmen der Schule unmittelbar kennen, da sich das GEÜ in vielfältiger Weise nach außen öffnet. Schüler besuchen regelmäßig außerschulische Lernorte, Einzelpersonen und Vertreter von Institutionen begegnen unseren Schüler innerhalb des Unterrichts oder bei Veranstaltungen in den Schulgebäuden. Einen besonderen Raum im Konzept der Öffnung des GEÜ nach außen nehmen regelmäßig stattfindende Aufführungen, Konzerte und Präsentationen ein, mit denen die Ergebnisse schulischer Arbeit einer interessierten Öffentlichkeit dargeboten werden.
Informationen zum GEÜ als Ganztagsschule für die Klassen 5 ab dem Schuljahr 2010/2011: *klick!*
Aus den Kernzielen des Schulprogramms ergeben sich vielfältige Programmpunkte, die im Folgenden dargestellt werden. Sie werden gegliedert nach ihrem thematischen Schwerpunkt, ihrer möglichen Anbindung an einzelne Fächer oder Fächergruppen oder den Klassenstufen, in denen sie angesiedelt sind. Zu jedem Programmpunkt werden seine Ziele, die geplanten Maßnahmen und der augenblickliche Stand der Evaluation dargestellt.
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