Reconciliação do Menor: Unser Projekt für Straßenkinder

"Reconciliação do Menor"
- unser Projekt für Kinder und Jugendliche in São Paulo


Allgemeine Informationen:  Das Gymnasium Essen-Überruhr unterstützt dieses Projekt in Brasilien schon seit mehr als zehn Jahren. Es gibt Kindern (ca. 360) in der Favela Sao Jose, die in hoffnungsloser Lage sind, eine Chance zu leben, ja zu überleben:

Im Cantinho (eine Art Kindergarten) werden die Kleinen betreut, damit ihre älteren Geschwister sie nicht versorgen müssen, also überhaupt in die Schule gehen können. Die Schulkinder bekommen im Projekt Hausaufgabenhilfe, um die Anforderungen der Schule bewältigen zu können. Alle Kinder erhalten dort einfache, von der Ernährung her ausgewogene Mahlzeiten. So werden diese Kinder eben erst gar nicht zu Straßenkindern.

Die Jugendlichen können im Projekt berufliche Grundkenntnisse erwerben, z. B. Schreinerei, Arbeit am Computer, Kochen, Nähen, Frisör, Handarbeiten jeglicher Art. Dadurch haben sie immerhin eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, eine Möglichkeit auf eigenen Beinen zu stehen. Einige Jugendliche aus unserem Projekt haben diesen Sprung inzwischen schon geschafft. Es ist gut, dass manche ehrenamtlich wieder im Projekt mitarbeiten.
Abends nehmen dann Eltern und andere Erwachsene an Alphabetisierungskursen teil, so können sie wenigstens teilweise mit den Kindern mithalten.

Insgesamt ist dieses Projekt, das von der Kindernothilfe in Duisburg betreut wird, eine sinnvolle Hilfe zur Selbsthilfe. Wir unterstützen sie gerne. Für diesen guten Zweck sammeln wir in den Kollekten in den Schulgottesdiensten, bei schulischen Veranstaltungen, Postkartenaktionen, an Projekttagen u.a. mehr.
Für unsere Schülerinnen und Schüler kommt viel zurück: Sie lernen Bedingungen für Kinder in der Dritten Welt kennen, lernen Zusammenhänge zu begreifen, die uns hier fremd sind. Und sie erleben, wir können etwas tun, wir können Chancen eröffnen, das gibt Hoffnung hier - wie in São Paulo.

Im Juni 2002 besuchten uns sieben Jugendliche aus unserem Projekt. In einem pantomimischen Theaterstück zeigten sie Szenen aus dem Leben von Straßenkindern, was ja ihre Umwelt ist, der sie entkommen konnten. Unsere Schülerinnen und Schüler waren tief beeindruckt. Dann führten sie uns in akrobatischen Bewegungen Capoeira vor. Dieser Tanz kommt ursprünglich aus der Sklavenzeit und ist heute brasilianischer Volkstanz. Diese Darbietung riss unsere Schüler mit, schnell tanzten die ersten mit. Mit dieser Begegnung hat unser Projekt für uns alle Gesicht bekommen.

Wir wollen verlässliche Partner dieses Projekts bleiben. 

Artikel aus dem creactiv! 3 2007/08:

Unser Schulprojekt in São Paulo wird von der Kindernothilfe in Duisburg und von der Partnerorganisation Amencar in Brasilien getragen Die Spenden kommen so sicher dort an. Wir übernehmen regelmäßig die Kosten für zwei Kinder, die dort betreut und versorgt werden(720 €/Jahr), die anderen Spendenanteile gehen in besondere Aktionen.

Organisationen, die mit Spenden arbeiten, müssen ja durchaus kritisch im Auge behalten werden. Deshalb freue ich mich besonders, dass die Kindernothilfe 2007 mit dem Transparenzpreis (2. Platz: Ärzte ohne Grenzen) ausgezeichnet wurde, „weil sie unter anderem vorbildlich über interne Kontrollmechanismen berichtet und einen umfassenden, sehr detaillierten Finanzbericht vorgelegt hat.“ „Partner sind verpflichtet, unabhängige Buchprüfer aus den jeweiligen Ländern mit der Prüfung der Buchhaltung zu beauftragen.“

Mit dieser Auszeichnung wird bestätigt, dass dies der richtige Weg ist, damit unsere Spenden bei den Kindern in unserem Projekt ankommen. Übersicht über die Spendenbilanz 2007:*klick!*

Euch und Ihnen allen ein herzliches Danke für die so beständige Unterstützung! (SAS) 

  

Kurzmitteilung zur Kindernothilfe, die unser Projekt in São Paulo betreut:

"Liebe Spender am Gymnasium Essen-Überruhr,in diesen Tagen erhielten wir eine sehr motivierende Nachricht. Wir haben den Transparenzpreis 2007 gewonnen! Die Auszeichnung würdigt die vorbildliche Berichterstattung über unsere Arbeit und die Verwendung unserer Spendengelder. Die Plätze 2 und 3 belegten "Ärzte ohne Grenzen" und "CARE International."
Das ist eine gute Nachricht für uns: Unsere Spenden kommen sicher an. [Hildegard Saß]  

  

 Bilanz für das Jahr

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

 

Ein Brief aus São Paulo

Annegret Baschny, seit langer Zeit aktive ehrenamtliche Mitarbeiterin vor Ort, schreibt:

Liebe Freunde, wahrscheinlich haben auch Sie sich schon oft gefragt, ob sich der ganze Aufwand an Arbeit und Finanzen lohnt. Es scheint so, als würde sich die Lage der Kinder und deren Familien, für die wir da sind, nicht wesentlich bessern.
Wir fragen uns, kann man einen Fortschritt messen? Wir antworten dann oft, dass man dies nur an jedem einzelnen Kind oder den einzelnen Familien beurteilen kann.
Wenn ein Kind mit gesenktem Blick bei uns eintrifft und mit der Zeit den Kopf hebt und uns in die Augen sieht, war es eigentlich schon der Mühe wert. Wenn Mütter sich aktiv an unserer Arbeit beteiligen und plötzlich merken, dass es wichtig ist, sich ihren Kindern mit Liebe zuzuwenden, hat es sich gelohnt. Wenn die Jugendlichen, die unsere Räume verlassen, eine feste Arbeit finden und ihr Selbstvertrauen beständig steigt, sind wir für unsere Mühe belohnt. Täglich können wir von kleinen Freuden berichten, die von dem Fortschritt auf irgendeiner Ebene der einzelnen Kinder und deren Familien herstammen. Man kann dieses Aufblühen der Gesichter und das freudige Lachen und das erneute Zutrauen zum Leben nicht mit Ziffern oder Statistiken erfassen.   …

So wollen wir uns wieder einmal mit guten Vorsätzen ins neue Jahr begeben, in der Gewissheit, dass unser noch so kleiner Beitrag die Spanne zwischen Arm und Reich verkleinert und mit Liebe ausfüllt, was wir auch als den Willen Gottes für uns Menschen verstehen.

                                                                                                                                                    Annegret Baschny

Ich möchte Ihnen diese Zeilen als herzliches Dankeschön für alle Unterstützung weitergeben (H. Saß).

 Herzlichen Dank euch und Ihnen allen für die beständige Beteiligung an unserem Projekt! 

Weitere Infor-mationen: Kindernothilfe
Düsseldorfer Landstr.180
47249 Duisburg  www.kindernothilfe.de
KD - Bank EG
Bank für Kirche und Diakonie Duisburg
Konto Nr. 45 45 40
Bankleitzahl: 350 601 90 Projekt Nr. 9546

Für weitergehende Informationen können Sie hier die Homepage dieser Aktion aufrufen (externer link).

 

 

 
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